Programm 2019

21. Februar

Der erste Tag des Fundraising Symposiums 2019 Unternehmenskooperation dient dem intensiven praktischen Erfahrungsaustausch zum Thema. Nach der Eröffnungsveranstaltung stellen Expertinnen und Experten aus NGOs ihre Arbeit und Erfahrungen zum Thema Großspenden an Thementischen vor und laden zur Diskussion ein. Mindestens vier der elf Thementische können besucht werden.

Thementisch 1
Prospect Research – Unternehmensrecherche in der Praxis

Fast 3,5 Millionen Unternehmen gibt es in Deutschland. Darunter immerhin fast 15.000 mit mehr als 250 Mitarbeitern. Wie da den richtigen Partner finden? Dieser Thementisch erörtert die Feinheiten des Prospect Research als die gezielte Suche nach möglichen Firmenpartnern. Ziel dieser systematischen Suche sind Profile als Basis für einen guten Beziehungsaufbau. Diskutiert werden soll, wo es Informationen gibt, wie diese zu bewerten sind und welche Details wirklich wertvoll sind, um ein Förderpotenzial zu erkennen.

Sascha Stolzenburg, Hertie School of Governance gGmbH, Berlin

Thementisch 2
Zusammenarbeit mit KMUs? Motive, Anlässe und Ideen für Kooperationen.

Mittelständische Unternehmen erwirtschaften mehr als jeden zweiten Euro, stellen über die Hälfte aller Arbeitsplätze, und der KMU-Anteil liegt bei 99,6%. Das verdeutlicht: In dieser Zielgruppe steckt großes Potenzial! Dieser Thementisch teilt Erfahrungen aus der eigenen Fundraisingpraxis, diskutiert, welche Herausforderungen zu meistern sind – und wirft einen optimistischen Blick in die Zukunft!

Claudia Grimbo, Save the Children

Thementisch 3
Unternehmensauswahl ist kein Speed-Dating. Eine Partnerschaft gewinnt durch Werte – nicht durch Geld.

Auch in Zeiten von Google und Co. sind viele Informationen über Unternehmen nicht öffentlich sichtbar oder sind in den verschiedensten Quellen versteckt. Böse Überraschungen haben bei Firmenpartnerschaften schon einige Organisationen erlebt. Da ist es gut, bereits bei der Auswahl ethische Leitplanken und feste Grundsätze zu haben. Ein zweiter Punkt ist die umfangreiche Prüfung – das Screening – der Partner. „Handicap International“ hat darin viel Erfahrung und bringt seine Erkenntnisse gern in eine lebhafte Diskussion über die Standards der „Wertegemeinschaft Unternehmenskooperation“ ein.

Thomas Schiffelmann, Handicap international, München

Thementisch 4
Cause Related Marketing – so gelingen spannende Produktpartnerschaften

Wenn Produkte einen Spendenanteil tragen, ist das im Bereich der Unternehmenskooperation wohl der direkteste Weg einer Unterstützung. Doch bis dahin ist es weit. Denn das Produkt darf nicht nur den Partnern, sondern muss auch den Kunden gefallen. An diesem Thementisch soll besprochen werden, wie man Produktideen auf ihre Schlüssigkeit mit den Organisationszielen abklopft und dann erfolgreich umsetzt.
Diskutiert werden soll auch der schmale Grat zum Reputationsverlust bei solchen Aktionen und wie man ihm frühzeitig entgegnen kann.

Felizitas Dunekamp, Schweiz

Thementisch 5
Wunschunternehmen ansprechen – effektive und erfolgreiche Neupartner-Akquise

Träumen reicht nicht! Bei der Akquise von neuen Unternehmenspartnern geht es um die richtige Strategie, um die Relevanz, seine Organisation oder sein Projekt zu betonen, den richtigen Zeitpunkt und natürlich auch den richtigen Kontakt für die Ansprache. Ein fachlicher Austausch über die Tücken und Erfolgsfaktoren bei der Neuakquise und welche unterschiedlichen Erfahrungen und Wege es gibt, aktiv, effizient und zielorientiert neue Partner zu gewinnen.

Sebastian Tripp, PANDA Fördergesellschaft für Umwelt mbH / WWF Deutschland

Thementisch 6
Regional vor national – Partnerschaften vor Ort werthaltig gestalten

Immer mehr Unternehmen engagieren sich im und für den Social Profit-Sektor – und das möglichst regional und vor Ort. Dabei ist soziale Verantwortung nicht nur auf die sogenannten „Global Player“ beschränkt. Doch welche Formen der Kooperation mit Unternehmen sind möglich? Wie finde ich das passende Unternehmen vor Ort und spreche es an? Und was ist zu beachten, damit aus einem „Flirt“ eine werthaltige Partnerschaft wird?

Christine Gediga, Nachbarschaftshilfe Vaterstetten, Baldham

Thementisch 7
Netzwerken geht nicht 9to5! Mit spannenden Partnern das Gespräch suchen.

Persönliche Kontakte sind der wichtigste Faktor für erfolgreiche Unternehmenskooperation. Davon ist der Referent überzeugt und sucht nach spannenden Kontaktmöglichkeiten, um mögliche Partner kennenzulernen und anzusprechen. Diskutiert werden sollen Erfahrungen, wo man Entscheider heute findet und wie man an sie herantritt. Auch der Aufwand, der dahintersteht, soll besprochen werden. Regelmäßiges Netzwerken ist für den Referenten der entscheidende Schritt für erfolgreiche Kooperationen. Das hat er im Kultur- und Hochschulbereich bereits bewiesen.

Andreas Eckel, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Thementisch 8
Corporate Volunteering – mehr als eine Alibiveranstaltung fürs Unternehmens-Ego?!

Oft denkt man bei „Corporate Volunteering“ zunächst an Social Days, die viel Aufwand mit sich ziehen und oft mehr notwendiges Übel als sinnvolle Unterstützung sind. Lassen Sie uns darüber diskutieren, ob und wie Firmenengagement eine positive Wirkung haben kann, welche (sinnvollen) Möglichkeiten der Zusammenarbeit es gibt und wie man das Engagement sinnstiftend organisiert.

Stephanie Frost, Vostel UG, Berlin

Thementisch 9
Partner fürs Leben? – Unternehmen langfristig binden und aktivieren

Jeder Fundraiser weiß, dass die zweite Spende entscheidend ist. Doch wie ist das bei Unternehmens­kooperationen? Unterstützt dauerhafter Kontakt die Beziehung oder nervt das? Wie sollte man mit Unternehmenspartnern im Gespräch zu bleiben? Diskutiert werden soll, was Unternehmen motiviert, am Ball zu bleiben und welche Strategien es gibt, um die Beziehung frisch und wertvoll zu halten.

Antje Blohm, Welthungerhilfe
Christian Stark, Welthungerhilfe

22. Februar

Der zweite Tag des Fundraising Symposiums 2019 Unternehmens­kooperation beginnt mit der Key-Note: „Learning from the past and predicting the future – where next for corporate partnerships?“ von Valerie Morton. (Die Keynote wird in englischer Sprache gehalten.) Danach besteht für alle Teilnehmer die Möglichkeit zum Besuch von zwei Seminaren, die von Expertinnen und Experten aus NGOs geleitet werden.

 

Seminar 1
Mit Strategie und Herz Unternehmenskooperationen aufbauen

Dr. Michaela Richter, Jugend Eine Welt – Don Bosco Aktion Österreich, Wien

Es gibt viele Möglichkeiten für große und kleine Organisationen, zusätzliche Geldquellen zu erschließen. Doch wie starte ich am besten ein erfolgreiches Corporate Fundraising-Programm in meiner Organisation? Wie wende ich mich mit dem richtigen Angebot an das richtige Unternehmen? Blicken Sie hinter die Kulissen eines erfolgreichen Corporate Fundraising-Programms.
Die Referentin berichtet aus eigener Erfahrung, welche Voraussetzungen und welche Strategie es für ein gelungenes Firmenfundraising braucht, wie gute Unternehmenskooperationen funktionieren und dass Sie dafür nicht Robin Hood sein müssen.

Plätze:      ausreichend freie Plätze

Seminar 2
Die passende Idee für Firmen kreieren. Produktentwicklung für Unternehmenskooperationen.

Sebastian Tripp WWF

Eine Organisation wie der WWF hat viele Themen, mit denen man Unternehmen begeistern kann. Sollte man denken. Der Prozess, ein Produkt für eine gelungene Kooperation zu entwickeln, ist aber viel mühsamer. Schließlich gilt es auch, die Wünsche des Firmenpartners und natürlich auch der eigenen Programmabteilung zu berücksichtigen. Der Referent berichtet aus der praktischen Erfahrung, über den Weg einer Produktentwicklung, seine Erkenntnisse, Fehler und Erfolge.

Plätze:      ausreichend freie Plätze

Seminar 3
Gut kommuniziert, ist halb gewonnen – Marketing als Schlüssel für eine erfolgsgekrönte Unternehmenskooperation

Bud A. Willim, Schomerus – Beratung für gesellschaftliches Engagement GmbH, Hamburg

Damit Unternehmen und Non-Profit-Organisationen kooperieren können, müssen sie sich zunächst auf eine Sprache verständigen. Das Seminar will deshalb Wege zu einer wirksamen gemeinsamen Kommunikationsstrategie aufzuzeigen, die eine Unternehmenskooperation auf Augenhöhe ermöglicht. Geklärt wird im Seminar zum Beispiel auch, was Firmen wissen müssen, damit sie sich für einen Partner langfristig engagieren können, oder wie man das passende Unternehmen zu seiner Organisation findet.
Ein Ziel dieses Workshops ist, dass die Teilnehmenden am Ende über eine zielgerichtete Kommunikation verfügen, die sie für gute Unternehmenskooperationen

anwenden werden.

Plätze:      ausreichend freie Plätze

Seminar 4
Damit Unternehmen etwas unternehmen! Zweckungebundene Spenden auch für Sie?

Claudia Grimbo, Save the Children

Das Einwerben ungebundener Unternehmensspenden stellt eine der größten Herausforderungen im Corporate Fundraising dar. Vor diesem Hintergrund werden in diesem Seminar Lernerfahrungen vorgestellt, Erfolge und Misserfolge geteilt und die Chancen und Grenzen diskutiert. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Spenden-Partnerprogramm für kleine und mittlere Unternehmen.

Plätze:      ausreichend freie Plätze

Seminar 5
Was Unternehmen wirklich wollen – Ergebnisse einer Firmenbefragung und Erfahrungen der „Aktion Deutschland Hilft“

Melissa Brosig Aktion Deutschland hilft

Viele Unternehmen unterstützen die 23 Mitgliedsorganisationen der „Aktion Deutschland Hilft“. Um mehr über die Entscheidungsprozesse und Beweggründe von Firmen sowie ihren Bedürfnissen zu erfahren, führten Studierende der FH Münster eine Befragung im Auftrag von „Aktion Deutschland Hilft“ durch. Die Ergebnisse werden in diesem Seminar ausführlich vorgestellt und auch anhand von Erfahrungen der Aktion Deutschland Hilft diskutiert.

Plätze:      ausreichend freie Plätze

Seminar 6
Account Management

Valerie Morton, Fundraiserin und Beraterin

Wir wissen alle, dass gute Unternehmenspartnerschaften auf exzellenten Beziehungen und Account Management basieren. Im Non-Profit-Sektor sind die Mittel jedoch oft knapp, und Investments in Account Management werden nicht immer als Priorität betrachtet. Dieser Workshop widmet sich folgenden Fragen: Was genau ist Account Management und warum ist es wichtig? Problemlösung – Was kann schief gehen, und was können wir davon lernen? Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen lernen die möglichen Werkzeuge kennen und erfahren, wie man eine effektive Account Management-Strategie entwickelt.

Das Seminar wird in englischer Sprache gehalten.

Plätze:      ausreichend freie Plätze

Seminar 7
Innovation durch Kooperation mit einem Großkonzern? – ein Erfahrungsbericht von Caritas international.

Ingmar Neumann, Caritas International

Ermöglicht Unternehmenskooperation wirklich Innovation in der Not- und Katastrophenhilfe? Am Beispiel der Projektkooperation „Wasser zum Leben“ von Caritas international mit der Daimler AG erörtert der Referent Chancen, Möglichkeiten und Herausforderungen einer solchen Partnerschaft, die von außen durchaus auch kritisch gesehen werden kann.

Doch große Unternehmen können mehr Potenzial für solche Projekte haben als nur die finanziellen Leistungen.

Plätze:      ausreichend freie Plätze