Programm 2018

22. Februar

Der erste Tag des Fundraising Symposiums 2018 Stiftung und Nachlass dient dem intensiven praktischen Erfahrungsaustausch zum Thema. Nach der Eröffnungsveranstaltung stellen Expertinnen und Experten aus NGOs ihre Arbeit und Erfahrungen zum Thema Großspenden an Thementischen vor und laden zur Diskussion ein. Mindestens vier der elf Thementische können besucht werden.

Thementisch 1
Abstand und Nähe zu Nachlassgeberinnen und Nachlassgebern – stehe ich oder steht die Organisation im Mittelpunkt der Beziehung?

Menschen, die einer Organisation ein Vermächtnis geben oder die Organisation als Erbin einsetzen, sind wertvolle Unterstützer. Wie nah darf und sollte ich ihnen kommen, und was mache ich mit Menschen, welche in der Erbschaftsfundraiserin die Privatperson betonen und nicht (mehr) die Funktionsträgerin erkennen? Ein fachlicher Austausch über Nähe und Grenzen im Erbschaftsfundraising.

Almuth Wenta, BUND, Berlin

Thementisch 2
Erfolgreiches Nachlass-Fundraising in schwierigen Zeiten

Corinna Heck und Henk de Graaf diskutieren mit Ihnen aus ihren ganz unterschiedlichen Perspektiven, wie man in Zeiten von unbesetzten Stellen, wechselnden Gremienmitgliedern und veränderten Spenderstrukturen trotzdem erfolgreich den Bereich Nachlass-Fundraising auf- und ausbauen kann. Die beiden analysieren mit Ihnen die internen und externen Hürden und wie man diese mit einem langfristigen Plan und viel Durchsetzungsvermögen meistern kann.

Corinna Heck, Don Bosco Mondo, Deutschland
Henk de Graaf, Centrum Nalatenschappen, Hertogenbosch, Niederlande

Thementisch 3
Frauen stiften anders – die Potenziale besser nutzen!

Frauen engagieren sich seit einiger Zeit verstärkt als Stifterinnen, doch nach wie vor sind Männer als Stifter in der Mehrzahl. Die Potenziale für ein stärkeres philanthropisches Engagement von Frauen sind vorhanden. Um Frauen explizit zum Stiften ebenso wie zu Großspenden zu ermutigen, ist es notwendig, die geschlechtsspezifischen Unterschiede beim Spenden- und Stiftungsengagement zu berücksichtigen.

Dr. Marita Haibach, Major Giving Institute, Deutschland

Thementisch 4
Begeisterung und Bereitschaft wecken bei Nachlassgebern

Aktive Stiftungsarbeit braucht die Öffentlichkeit und den Mut, sich zu zeigen.
Nachlass-Fundraising ist dagegen eher eine Gratwanderung zwischen Mut und Initiative einerseits und Zurückhaltung und Fingerspitzengefühl anderseits. Welches Vorgehen erscheint sinnvoll zu sein, um Menschen für die Stiftungswelt zu begeistern? Welche Ansprache und welches Angebot sind angemessen und einladend – für die Gruppe der älteren Nachlassgeber oder die Gruppe der „jüngeren“ Erben? Und welche Ansprache würde ich mir selber als potenzieller Nachlassgeber wünschen?
Fragen, die es zu klären gilt.

Bettina Busch, Vorstand der Eckhard Busch Stiftung, Deutschland
Michaela Winkler, Begeistern für Gutes – Zustiftergewinnung, Deutschland

Thementisch 5
Zustifter finden und binden. Mit nachhaltigen Werten punkten

Zustifterkampagnen dienen dazu, dass Kapital einer Stiftung zu erhöhen. Was einfach klingt, ist doch mit einigen Hürden verbunden. Denn Stifterinnen und Stifter verfolgen immer auch eigene Interessen und Ziele. Und die passen nie ganz auf eine vorhandene Stiftung. Hier gilt es, die richtige Ansprache zu finden und Überzeugungskraft zu entfalten. Genug Stoff für eine angeregte Diskussion.

Kai Dörfner, EVA Stuttgart, Deutschland

Thementisch 6
Erfolg im Nachlass-Fundraising? Bitte nicht auf falsche Gedanken kommen.

Im Gegensatz zu anderen Fundraising-Methoden ist der Erfolg im Nachlass-Fundraising eher eine Frage der Definition als der einer Überweisung auf ein Spendenkonto. Wie soll man das auch beschleunigen? Was ist also Erfolg im Nachlass-Fundraising, und wie ist er messbar? Denn auch wir stehen unter Druck, Ergebnisse liefern zu müssen. Oder nicht?

Christoph Bitter, Heilsarmee Schweiz-Österreich-Ungarn, Schweiz
Amina Chaudri, ETH Zürich Foundation, Schweiz

Thementisch 7
Junge Erben – gleiches Fundraising?

Die Welt dreht sich, und die jüngeren Generationen nabeln sich immer weiter von den Eltern- und Großeltern ab. Es verändert sich der Blick auf die Welt, und es werden Dinge wichtig, die vorher keine Rolle spielten – und umgekehrt. Natürlich gibt es auch solche Veränderungen in der Philanthropie. Die jungen Geber verstehen sich nicht mehr als Mäzene, sondern als soziale Investoren und als Innovatoren. Die Menschen wollen anders angesprochen werden, brauchen andere Motive und Emotionen.

Andreas Schiemenz, Schomerus – Beratung für gesellschaftliches Engagement GmbH, Deutschland

Thementisch 8
Donor Journey – vom Stifter zum Nachlassgeber

Welche Bindungsmaßnahmen sind erforderlich, um einen Stifter zu bewegen, diesen Schritt zu gehen? Voraussetzung ist meistens eine jahrelange vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die hohe Schule des Relationship-Fundraisings sollte beherrscht werden. Aus Stiftungsinteressenten „Freunde für’s Leben“ zu machen, ist das Ziel. Dann ist die Abfassung eines Testamentes, in dem Ihre Organisation berücksichtigt ist, ganz selbstverständlich.

Melanie Stöhr, Umweltstiftung Greenpeace, Deutschland

Thementisch 9
Mit Sicherheit klug beraten: Treuhandstiftung und Stifterdarlehen in der Stiftergewinnung

Lohnen sich Stifterdarlehen überhaupt noch? Für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist dies keine Frage. Darlehen sind für sie ein Investment in eine Spenderbeziehung. Die Treuhandstiftung dagegen ist für die Organisation aufwändig, hier gilt es klug zu beraten und die Stifterwünsche zu lenken. Zum Beispiel auf Stiftungsfonds. Der Thementisch wird dazu Beratungsfälle diskutieren.
Immer auch ein Thema im Stiftergespräch: die Datensicherheit. Der Thementisch diskutiert, welche Erleichterungen eine Datenbank schaffen kann und worauf beim Umgang mit sensiblen Daten zu achten ist.

Thomas Walther, ANT-Informatik, Zürich
Kathleen Rottmann, Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Deutschland

Thementisch 10
Mit potenziellen Erblassern telefonieren – geht das?

Mit Erblassern ein gutes Gespräch zu führen, ist schon eine große Aufgabe. Dies aber auch noch am Telefon zu versuchen oder sogar einen Dienstleister damit zu beauftragen – geht das?
An diesem Thementisch geht es darum, die Möglichkeiten und Grenzen des Telefons für die Kommunikation mit potenziellen Erblassern zu ermitteln. Diskutiert werden soll am Beispiel und an Ergebnissen von Telefonkampagnen, was ein gutes Telefonat mit Nachlassgebern ausmacht.

Leonie Harter, FRC Spendenmanufaktur, Deutschland
Carmen Maus-Gebauer, Christoffel-Blindenmission Deutschland e.V. (CBM)

Thementisch 11
Bereit für Stifter? Was vermögende Menschen erwarten und wie wir darauf reagieren.

Stifter haben Erwartungen und sehen sich als Partner von Stiftungen. Wie können diese Wünsche - die nicht immer mit den Interessen der Stiftungen einhergehen - realisiert werden? Welche Angebote sind für Stifter attraktiv? Wo liegen die Grenzen der Machbarkeit für Stiftungen?
Die Stiftungsverwaltung der Erzdiözese hat ein u.a. eine dynamisches Modell für Stifter entwickelt, um den potenziellen Stiftern eine sinnvolle Perspektive zu geben und auch die Interessen der Stiftungen - gerade in zinsarmen Zeiten - zu berücksichtigen.
Diskutiert werden Ihre Praxisfälle aus der Stifterberatung.

Udo Schnieders, Leiter des Referats Stiftungskommunikation/Fördertätigkeit, Erzdiözese Freiburg, Deutschland

23. Februar

Der zweite Tag des Fundraising Symposiums 2018 Stiftung und Nachlass beginnt mit der Key-Note: „Great Leadership – How to make a difference and change the world of fundraising“ von Stephen George. Danach besteht für alle Teilnehmer die Möglichkeit zum Besuch von zwei Seminaren, die von Expertinnen und Experten aus NGOs geleitet werden. Den Abschluss bildet der Schlußvortrag von Nicole Rupp.

Seminar 1
Bausteine für ein erfolgreiches Nachlass-Fundraising – intern und extern

Christoph Bitter, Heilsarmee Schweiz-Österreich-Ungarn, Schweiz
Amina Chaudri, ETH Zürich Foundation, Schweiz

Viele Organisationen freuen sich, dass das Nachlassaufkommen steigt und wollen davon profitieren. Die Referenten berichten aus ihren Erfahrungen über den Aufbau des Nachlass-Fundraisings in ihren Organisationen. Interne Themen sind unter anderem die organisatorische und personelle Verankerung des Nachlass-Fundraisings in der Organisation sowie die Aufgaben und das geforderte Können von Nachlass-Fundraisern. Auch die Abgrenzung zum Großgönnerfundraising behandelt das Seminar.
Außerdem geht es um Fragen der Außenwirkung sowie Werbung und darum, wie Sie sicherstellen, dass Ihre Organisation die richtigen Entscheidungen im Nachlass-Fundraising trifft. Nur mit den richtigen Antworten werden Sie erfolgreich sein.

Plätze:      ausgebucht

Hier anmelden!

Seminar 2
Das Beratungs- und/oder Bindungsgespräch: Erfahrungen im Dialog mit potenziellen Nachlassgeberinnen und Nachlassgebern

Almuth Wenta, BUND, Berlin

Ein Gespräch mit Menschen über deren Testament, ohne selbst mit Ihnen privat bekannt zu sein? Hört sich nicht sehr vertrauensfördernd an. Im Nachlass-Fundraising gehört das aber zum praktischen Alltag. Warum ein solches Gespräch eine Gratwanderung ist und dass man dabei auch Überraschungen erlebt, erläutert die Referentin anhand ihrer langjährigen Erfahrung. Sie gibt Tipps für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung solcher Gespräche und erklärt, wie viel Nähe im Dialog nötig sein kann und welche Grenzen zu reflektieren sind. Ein Gespräch über das eigene Testament schließt immer biografische Bezüge mit ein und kommt nicht ohne das Thema Tod und Sterben aus.

Plätze:      ausgebucht

Hier anmelden!

Seminar 3
Leadership – How to build and lead a great fundraising team

Stephen George, London

Beginnend bei der Herausforderung, die richtigen Mitarbeiter zu finden, einzustellen und auch zu halten, zeigt dieses Seminar auf der Basis praktischer Erfahrungen die notwendigen Grundzüge eines erfolgreichen Fundraising-Teams auf. Dieses sollte sich zum einen auf den Spender fokussieren, zum anderen aber gleichzeitig auf die einzelnen Team-Mitglieder. Den Rahmen dazu bilden Aspekte wie Empowerment, Impact-Messung, Performance Management und Problemlösung. Nur durch die Etablierung einer guten Team-Kultur können Vorgesetzte ihre Mitarbeiter zu erfolgreichem Fundraising führen. Die Teilnehmer sind dazu eingeladen, ihre eigenen Herausforderung aus dem Fundraising-Alltag einzubringen. Case Studies, praktische Beispiele, Erfahrungen und Werkzeuge runden das Seminar ab, das sich an Vorstände, Direktoren, Team-Leiter als auch zukünftige Führungskräfte wendet.

Das Seminar wird in englischer Sprache gehalten.

Plätze:      nur noch wenige freie Plätze

Hier anmelden!

Seminar 4
Stimmt Ihr Bild von Testamentsgebern? Erkenntnisse aus Wissenschaft und Fundraising-Praxis über Menschen im 3. und 4. Lebensalter.

Angelika Draxler, Psychotherapeutin, Österreich

Was erwarten Testamentsgeberinnen und Testamentsgeber eigentlich, und wie verändern sich diese Erwartungshaltungen durch das fortschreitende Alter? Wie lässt sich die Kommunikation dann professionell gestalten, und welche Rolle spielen dabei eigene Altersbilder der Fundraiserinnen und Fundraiser?
Alter und Altern zu verstehen, ist eine wichtige Kompetenz im Testamentsfundraising. Die Referentin vermittelt einen Einblick in die aktuelle wissenschaftliche Forschung und gibt praktische Tipps zur Kommunikation sowie Beziehungsgestaltung mit alten und hochaltrigen Menschen.

Plätze:      ausreichend freie Plätze

Hier anmelden!

Seminar 5
Internationale und nationale Trends im Nachlass-Fundraising

Nadine Shalala, Handicap International, Deutschland
Ulrike Sweetwood, ANF Agentur für Nachlass-Fundraising GmbH, Deutschland

Was machen erfolgreiche Organisationen im In- und Ausland im Bereich Nachlässe? Im Seminar werden Beispiele erfolgreicher Kampagnen sowie internationale Trends und Entwicklungen in den USA, Großbritannien und Frankreich vorgestellt. Außerdem werden die Ergebnisse einer Studie der erfolgreichsten deutschen Organisationen im Bereich Nachlass-Fundraising präsentiert. Dabei geht es um Fragen nach dem Erfolg von Instrumenten und auch neuen Trends. Geklärt wird außerdem die Frage, wie sich die veränderte Spenderstruktur und das digitale Kommunikationsverhalten auswirken.

Plätze:      ausreichend freie Plätze

Hier anmelden!

Seminar 6
Nachlass-Fundraising von der Zielgruppe her denken – Praxis-Erfahrungen aus der Kampagne „Was bleibt.“

Dr. Torsten Sternberg, Ev. Landeskirche in Baden, Deutschland

Beim Thema Nachlass-Fundraising die Zielgruppe der Vererbenden in den Blick zu nehmen, ist grundsätzlich logisch. Doch bei näherer Betrachtung und nach vielen Gesprächen mit Nachlassgebern stand die Erkenntnis, dass gerade die Kirche vor besonderen Herausforderungen steht. Das Kommunikationskonzept „Was bleibt.“ nahm diese Fragen auf und kommuniziert es erfolgreich durch Haupt- und Ehrenamtliche. Mittlerweile gibt es auch eine Online-Auftritt. Der Referent berichtet aus seinen praktischen Erfahrungen mit Erblassern und Stiftern und über Kampagnenerfolge und -irrtümer.

Plätze:      ausreichend freie Plätze

Hier anmelden!

Seminar 7
Plötzlich geerbt! – Guter Rat für die Nachlassabwicklung am Beispiel von Vereinen und Stiftungen.

Dr. Christoph Mecking, LEGATUR, Deutschland
Bernd Beder, LEGATUR, Deutschland

Bei der Finanzierung gemeinnütziger Organisationen spielen Nachlässe eine immer wichtigere Rolle. Einnahmenzuwächse im ideellen Bereich lassen sich heute nahezu nur noch durch Erbschaften und Vermächtnisse generieren.
Was bei der professionellen Legatakquise und der nachfolgenden Nachlassabwicklung beachtet werden sollte, ist Gegenstand dieses Workshops. Nach einem fachlichen Input werden Fallbeispiele aus der Praxis vorgestellt und besprochen.

Plätze:      ausreichend freie Plätze

Hier anmelden!

Seminar 8
Digitaler Nachlass – die kommende Herausforderung in der Nachlassabwicklung.

Dr. Karin Windt, webgewandt, Deutschland

Viele Nachlassgeberinnen und Nachlassgeber sind einer Organisation vor dem Erbfall nicht bekannt. So kann mit ihnen nicht vorab über den digitalen Fußabdruck gesprochen werden, den mittlerweile jeder von uns hinterlässt. Dazu zählen Online-Profile, Abonnements, diverse digitale Endgeräte, Passwörter. Die Liste ist lang, und alles sollte geregelt werden. Welche Herausforderung das darstellt, ob das Thema digitale Vorsorge in den Werkzeugkasten des Nachlass-Fundraisers gehört und wie Profis das Problem heute bereits angehen, klärt dieses Seminar.

Plätze:      ausreichend freie Plätze

Hier anmelden!