Programm 2020

Donnerstag, 20. Februar 2020

Der erste Tag des Fundraising Symposiums 2020 „Donor Journey - Mit Werten überzeugen!” dient dem intensiven praktischen Erfahrungsaustausch zum Thema. Nach der ersten Keynote diskutieren Expertinnen und Experten aus NGOs ihre praktischen Erfahrungen an Thementischen mit Ihnen. Mindestens vier der elf Thementische können besucht werden. Für Ihr leibliches Wohl ist ebenfalls gesorgt.

Thementisch 1
Bedürfnisorientierte Kommunikation – wie Spenderinnen und Spender wirklich in den Mittelpunkt rücken

Feiern Sie Ihre Unterstützerinnen und Unterstützer schon? Mit vielen kleinen Maßnahmen kann eine Organisation bereits daran arbeiten, die Bedürfnisse ihrer Spenderinnen und Spender in den Mittelpunkt zu stellen. Sei es durch eine individuellere Ansprache, bessere Segmentierung oder zielgerichtetere Angebote.
Dieser Thementisch diskutiert die Frage, wie wir unseren Förderern das Gefühl geben, dass sie bei uns mit ihrer Spende genau das Richtige tun und gern bei uns bleiben wollen.

Anja Hunsinger, WWF Deutschland

Thementisch 2
Das Telefon in der Donor Journey – Sinn und Unsinn eines Kommunikationsinstruments

Organisationen stehen immer wieder vor der Frage: Wann setze ich das Telefon in meiner Donor Journey ein, damit es mir auch was bringt?
Wir sprechen über verschiedene Zielgruppen wie Leads, Reaktivierung und Upgrading von Bestandsspendern und zeigen Ihnen Wege und Möglichkeiten auf, das Telefon in Ihre Donor Journey sinnvoll zu integrieren.
Mit Beispielen im Gepäck freuen wir uns darauf, mit Ihnen hinter die Kulissen zu schauen und auch über das zu sprechen, was man tunlichst vermeiden sollte.

Silja von Bornstaedt, UNO-Flüchtlingshilfe, Bonn
Eva Fuchs-Mischkulnig, TeleDIALOG GmbH, Rosenheim

Thementisch 3
Systematisches Donor Development - Wie wir Spenderinnen und Spender überzeugen mehr zu geben.

Wie lassen sich Durchschnitts-Spenderinnen und -Spender dazu motivieren, ihr finanzielles Engagement nachhaltig und signifikant zu erhöhen? Tauschen Sie sich über die Erfolgsfaktoren des „Individual Middle Donor Development Programme“ aus, das Greenpeace Deutschland erfolgreich entwickelte und konsolidierte – vom individuellen Dialog per Telefon über systematische Upgrade-Angebote und automatisierte Prozesse bis hin zu integrierten Donor Journeys.

Sandra Güntner, Greenpeace Deutschland, Hamburg

Thementisch 4
Let‘s make global Change a FUN Thing – junge Zielgruppen langfristig aktivieren

„Viva con Agua“ setzt seit der Gründung 2006 darauf, junge (und jung gebliebene) Menschen mit niedrigschwelligen Angeboten für soziales Engagement zu aktivieren. Dabei darf vor allem die Freude nicht zu kurz kommen. Denn wir glauben, dass Freude am Engagement nachhaltiger motiviert als Mitleid. Ist das naiv oder längst überfällig? Let‘s discuss :

Moritz Meier, Viva con Agua, Hamburg

Thementisch 5
Donor Journey – der Spender, das unbekannte Wesen auf unbekannten Wegen?

Spender langfristig an sich zu binden, beginnt schon mit der Analyse der eigenen Zielgruppen. Entdecken Sie am Beispiel, wie sie durch Beschreibung von aussagekräftigen Personas Ihre Spender besser kennenlernen können – und wie Sie den Spender finden, begleiten und halten.

Dr. Thomas Zachau, h&z Unternehmensberatung AG, München
Hans-Martin Lauer, h&z Unternehmensberatung AG, München

Thementisch 6
Spendergruppen besser verstehen – wie Limbic Types zum nachhaltigen Erfolg beitragen

Als kleine Organisation hat „Oro Verde – die Tropenwaldstiftung“ kaum die Möglichkeit, aufwändige A/B-Tests für Mailings durchzuführen. Doch wie kann man trotzdem den richtigen Ton für die richtigen Spenderzielgruppen treffen? Worauf reagieren Performer und Neugierige anders als Bewahrer?

An diesem Tisch soll es darum gehen, wie Limbic Types auf der Basis von Werten helfen, zu einer gelungeneren emotionalen Ansprache zu gelangen.

Birthe Hesebeck, OroVerde – Die Tropenwaldstiftung, Bonn

Thementisch 7
Marke und Spenderbeziehung – der Weg zu einer besseren Donor Experience

Die Seenotretter haben ihre Marke in den letzten 25 Jahren schrittweise immer weiterentwickelt und präzisiert. Wir wollen diskutieren, wie die Marke die Spenderbeziehungen bestimmt, welche Werte sie ausstrahlen kann und wie sie das Fundraising beflügelt. Bis dahin ist es meist ein mühsamer Weg mit dicken Brettern, die zu bohren sind. Es geht darum, die Einstellung in der Organisation zu verändern und den Markenkern in allen Abteilungen zu verankern. Wir diskutieren diesen Weg, wie man ihn erfolgreich begeht und was die Marke dann für die Donor Journey leistet.

Ulrich Reiter, Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, Bremen

Thementisch 8
Marktforschung von NGOs? Ressourcen, Implementierung und Umsetzung von Ergebnissen

Die Marktforschung (Mafo) ist ein immer noch unterschätzter Teilbereich innerhalb des Fundraisings. Das Angebot professioneller Dienstleister für den NPO-Sektor ist überschaubar. Oft fehlt es darüber hinaus an Budgets und Personalressourcen für den konkreten Einsatz der Mafo. Hinzu kommt häufig fehlendes Fachwissen, das den gezielten, sinnvollen und effizienten Einsatz von Instrumenten der Marktforschung erschwert. Die Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse im operativen Fundraising ist eine weitere Herausforderung. Diese und weitere Aspekte sollen am Thementisch diskutiert werden.

Oliver Krems, Kindernothilfe e.V., Duisburg

Thementisch 9
Neuspendergewinnung – was läuft schief zwischen erster und zweiter Spende?

Ist ein Spender erst einmal gewonnen – was meist sehr teuer ist –, fängt die Arbeit erst richtig an. Für jede Zielgruppe, jeden Kanal und jede Aktion wird ein Bindungsprogramm benötigt. Es gilt, die zahlreichen Stolpersteine zu umgehen. Zielgruppengerechte Ansprache, Zeitpunkt, Thema und Kanalaffinität sind nur einige davon. Was muss bedacht werden, um eine Zweitspende oder gar Dauerspende zu bekommen, ist die zentrale Frage des Thementisches.

Sabine Zeller, S.Z. Fundraising, Berlin

Thementisch 10
„Spenderbindung nicht erwünscht!“ Wie binden wir Spender-Nomaden, die keine Beziehung möchten?

Die Anzahl der Menschen, die für viele Projekte im Jahr spenden, steigt stetig. Viele von ihnen haben nicht den Wunsch, sich zu binden, schätzen die Flexibilität und Unverbindlichkeit. Gerade in den jüngeren Zielgruppen.
An diesem Thementisch soll es darum gehen, wie wir diesen Personen ein überzeugendes Angebot machen können. Diskutieren Sie Strategien und Ideen, wie sich Spender-Nomaden überzeugen lassen, sesshaft zu werden.

Astrid Entlesberger, Blinden- und Sehbehindertenverband WNB, Österreich

Thementisch 11
Professioneller Spenderservice – nett sein allein, reicht nicht!

Denkmalpflege ist im Fundraising in Deutschland einerseits ein Nischenthema, andererseits aber trifft es die Bedürfnisse zahlreicher Spenderinnen und Spender. Die Spenderbindung ist hoch, die jährliche Durchschnittspende ist es ebenso, und das Potenzial für die Gewinnung von Großspendern und Erbschaften ist unzweifelhaft gegeben. Voraussetzung ist eine Betreuung der Spenderinnen und Spender, die auf die einzelnen Bedürfnisse so weit wie möglich eingeht. Das ist eine Herausforderung für eine kleine Organisation (5 Mitarbeitende), sie kann aber mit Hilfe einer guten Datenhaltung und kreativen Ideen gemeistert werden.

Reinhard Greulich, Stiftung KiBa/Förderverein KiBA, Hannover

Freitag, 21. Februar 2020

Der zweite Tag des Fundraising Symposiums 2020 „Donor Journey - Mit Werten überzeugen!” beginnt mit der internationalen Key-Note von Anne Hessenbruch Morton im Anbau Casino, Saal West (Erdgeschoss) der Goethe-Universität. (Die Keynote wird in englischer Sprache gehalten.) Danach besteht für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit zum Besuch von zwei Seminaren, die von Expertinnen und Experten aus NGOs geleitet werden.
 

Seminar 1
Predictive Analytics – wie wir Spenderverhalten vorhersagen können

Dietmar Roller und Alexandra Ripken, International Justice Mission, Berlin

Nein, eine Glaskugel braucht man nicht, um das Verhalten seiner Spenderinnen und Spender vorherzusagen. Wohl aber Mathematik, ein Gefühl für Daten und Tests. International Justice Mission tut das – und zwar mit Erfolg. So wurden aus Wackelkandidaten schon Dauerspender. Wie man das misst, welche Kriterien man dafür braucht, welches Wording hilft und wie es sich umsetzen lässt, berichten die Referenten in diesem Seminar.

Plätze:      nur noch wenige freie Plätze

Seminar 2
Donor Journey: Do-it-yourself – Step by Step am Beispiel der Welthungerhilfe

Andreas Berg und Daria Driefer, Deutsche Welthungerhilfe, Bonn

Am Beispiel der Deutschen Welthungerhilfe wird die Konzeption einer Donor Journey live gezeigt. Mit dem Fundraising-Know-how der Anwesenden soll es uns gelingen, die Zielgruppen dieser bekannten Organisation passgenau und nach ihren Wünschen anzusprechen und zu binden. Die konkrete Mitarbeit soll den Teilnehmenden ein Gefühl für den Ablauf eines solchen kreativen Prozesses vermitteln und Inspiration für die eigene Donor Journey geben.

Plätze:      ausgebucht

Seminar 3
Organisation zielgerichtet weiterentwickeln – mit dem Spender im Mittelpunkt

Anja Hunsinger, WWF Deutschland, Berlin

Fundraising heißt, die richtige Zielgruppe mit dem richtigen Angebot zum richtigen Zeitpunkt anzusprechen. Was wie eine Binsenweisheit klingt, ist in der Praxis deutlich schwieriger zu organisieren. Es geht um strategische Weichenstellungen, eine wertschätzende Kommunikation, die richtigen Touchpoints und interne Analysen sowie externe Marktforschung, um nicht völlig daneben zu liegen. Die Referentin berichtet aus ihrer Erfahrung über die strategische Einführung von Donor Journeys. Über Ideen, Diskussionen, Widerstände, Überraschungen, Erfolge und alle Fragen, die dabei auftauchen. Auch über Fehler wird zu reden sein.

Plätze:      ausgebucht

Seminar 4
Die Donor Journey steht, und jetzt? Der Weg zur echten Multi-Channel-Fundraising-Software und Marketing-Automation

Gernot Wenzel, UNO-Flüchtlingshilfe, Bonn, und Johannes Bausch, ANT-Informatik Service GmbH, Siegburg

Wer Spender zukünftig nicht persönlicher und individueller überzeugt, wird seine Spendenziele im Wettbewerb immer schwieriger erreichen. Das stellt Spendenorganisationen und ihre Fundraising-Software vor neue Herausforderungen. Bislang sichere und bewährte Fundraising-Ansätze müssen grundlegend neu gedacht werden; entsprechend müssen auch vorhandene Abläufe und Datenbestände auf den Prüfstand. Dabei geht es um zentrale Fragen: Wie komme ich von klassischer Einzelkanal- zu echter Multikanal-Kommunikation? Bleibt es bei der bestehenden Kampagnenstruktur? Wie wird die Kommunikation zukünftig individueller und einheitlicher gesteuert? Welche CRM- und welche Marketing-Automation-Software wird gewählt?
Die UNO-Flüchtlingshilfe gibt einen Einblick auf ihrem Weg zum Umgang mit diesen Herausforderungen.

Plätze:      ausreichend freie Plätze

Seminar 5
How the UK's leading children's charity is harnessing the power of data

Anna Hessenbruch

A workshop on how the NSPCC has begun using supporter data to customise communications, improve supporter journeys, and inform product development as measured using new organisation-wide key performance indicators.

Das Seminar wird in englischer Sprache gehalten.

Plätze:      ausreichend freie Plätze

Seminar 6
Psychologie der Wertschätzung – Spenderinnen und Spender besser verstehen

Dipl.-Psychologin Danielle Böhle, GOLDWIND – gemeinsam wirken, Köln

Erfolgreiche Kommunikation denkt vom Empfänger her. Solch eine Zentrierung auf Ihre Spenderinnen und Spender erfordert, sie genau zu verstehen. Dazu gibt es allgemeine wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Psychologie. Diese betreffen meist das Spenderverhalten. Den Unterschied machen jedoch Ansätze, die auf die individuellen Bedürfnisse der Spender eingehen. Im Seminar werden geeignete Methoden vorgestellt und diskutiert, um die notwendigen Erkenntnisse über die eigene Spenderschaft zu erlangen.

Plätze:      ausgebucht

Seminar 7
Retention Fundraising? Warum Ihre Organisation in Donor Retention investieren sollte.

Christoph Jünger, Licht für die Welt, Wien

Mehr und mehr Neuspender spenden kein zweites Mal, es wird immer schwieriger, neue Spender zu akzeptablen Kosten zu generieren. Wird dem Thema Spenderbindung, Upgrading und Dauerspender zu wenig Aufmerksamkeit gewidment? Der beste Business case ist die Föderung der Beziehungen zu useren aktuellen Förderern und Spendern. Doch das ist leichter gesagt als getan. Das Seminar gibt eine Einblick wie man das Thema erfolgreich in der Organisation etabliert und es mit Leben füllt. Mittels Erfahrungen, Erfolgsfaktoren und Best Practis-Beispielen wird anschaulich demonstriert, was Donor Retention bringen kann.

Plätze:      nur noch wenige freie Plätze

Seminar 8
Mit intelligenten Scorecards Major und Middle Donors finden und binden

Udo Schnieders, SCHOMERUS – Beratung für gesellschaftliches Engagement, Hamburg

Oliver Jörns, microm Micromarketing-Systeme und Consult GmbH, Neuss

Für das erfolgreiche Großspenden-Fundraising ist es wichtig, die richtigen Major und Middle Donors zu gewinnen. Egal, ob eine Kapitalkampagne realisiert werden muss oder das Großspenden-Fundraising auf- und ausgebaut werden soll. Eine eindeutige Identifizierung der avisierten Zielgruppen ist der Grundstein für den Fundraisingerfolg.

Das Seminar vermittelt das Wissen darüber, wie soziodemografische Daten und EDV-gestützte Analysen zur Identifikation von Leads in vorhandenen Adressbeständen eingesetzt werden können. Darüber hinaus wird gezeigt, wie mit Scorecards die Kaltakquise von Major und Middle Donors effektiv unterstützt werden kann.

Plätze:      ausreichend freie Plätze